
Mehrzweck-Tenderlokomotive Klasse 433F 1'D1' h3t
Konstruktion von
Mikhail Rodnivacek
Erbaut 1953 von
Krauß-Maffei, München,
Deutschland
Während der frühen Nachkriegsjahre hat die RSR ohne Zweifel eine Politik der "Kombikonstruktion" verfolgt. Davon war die 433F ein typisches Produkt. Die Zylinder und das Laufwerk wurden von denen der Klasse 434B aus dem Jahre 1939 abgeleitet und der Kessel gehörte zu derselben Serie wie jene, mit der 1954 die Klasse 434D ausgestattet wurde. Weil aber die Verwaltung der RSR die o.g. Konstruktionspolitik eher als leichtfertig betrachtete, wurde nur eine einzelne Maschine genehmigt. Die Reaktion Rodnivaceks auf diese Entscheidung wurde nicht protokolliert. Sofort nach ihrer Ablieferung bekam die 433F die Möglichkeit, zu zeigen, was sie konnte und erwies sich tatsächlich als eine durchaus tüchtige und solide konstruierte Maschine. Noch vor Abschluß der Prüfungen hat aber Krupp mit der die Lieferungen der 2'D2'-Tenderloks der Klasse 434E begonnen. Es wurde schnell klar, daß zwei verschiedene D-gekuppelte Tenderloktypen nicht erforderlich waren. Obwohl die 433F wegen ihres Drillingsantriebes ein ausgeglicheneres Anfahrdrehmoment als die 434E und - Dank ihren Krauß-Helmholtz-Lenkachsen - einen genauso ruhigen Lauf aufweisen konnte, hat die aktuelle Triebfahrzeugpolitik so gut wie garantiert, daß sich die 434E durchsetzt. Die alleinstehende 433F hat bis 1978 den Dienstplan ihrer siegreichen Rivalinnen geteilt.