
Schnellgüterzug-Verbundlokomotive
mit dreifacher Dampfdehnung
Klasse 655A
h5v
Konstruktion von Artur
Gorote
Erbaut 2003 im RSR-Werk Bewitz-Akonitz
Ein Erfolg ohne gleichen in der Eisenbahngeschichte war die Rettung des Dampfbetriebs bei der RSR nach dem Debakel der 564C. Und bekannterweise lag der Schlüssel im von Ketterik neuentwickelten Fünfzylinderantrieb mit dreifacher Dampfdehnung. Die Anordnung mit drei Kurbelzäpfen ermöglichte die Übertragung bedeutend höherer Kolbenschübe und es schien auch logisch, eine sechste Kuppelachse hinzuzufügen, um so die gesteigerte Leistung auszunutzen. Auf dieses Fahrgestell setzte Gorote seinen Dampfkessel der neuen Generation. Das Ergebnbis war die hervorragende Lokomotive, die wir hier sehen. Unter Auswertung der Erfahrung früherer Ingenieure, die sechsfach gekuppelte Loks konstruiert haben, befähigte Gorote das Laufwerk selbst die engsten Kurven auf den Betriebshöfen (aber nicht am Bewitzer Hafen) zu durchfahren. Insgesamt dreißig dieser erstklassischen Maschinen wurden beim Akonitzer Werk in Auftrag gegeben. Die ersten Einheiten wurden im Oktober 2003 geliefert und den Betriebswerken Vorpswehen und Treschen zugeteilt.